Rubrik Vasektomie / Vasoresektion

Vasektomie - Sterilisation beim Mann

Ihre Informationsseite zum Thema Vasektomie

Mit dieser Seite möchten Ihnen wichtige Information zum Thema Vasektomie zur Verfügung stellen. Selbstverständlich beantworten wir alle weiteren Fragen gern in unserer Praxis in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch.

Die Familienplanung sollte angeschlossen und sich beide Partner einig über die Durchführung der Vasektomie sein.

Die Vasektomie ist eine sichere und dauerhafte Methode zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft, sie schützt Ihre Partnerin vor den Nebenwirkungen einer langjährigen hormonellen Verhütung. Es handelt sich dabei um einen kleinen, schnell durchzuführenden Eingriff in örtlicher Betäubung.

Die Vasektomie ist erfolgreicher, kostengünstiger und mit viel weniger Risiken verbunden als die Sterilisation der Frau.

Die Sterilisation ist eine Wunschleistung, die nicht von Ihrer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung übernommen wird. Abgerechnet wird nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Ablauf

Sie vereinbaren zunächst einen Termin zum Informationsgespräch. Hier werden Ihnen der Ablauf sowie mögliche Risiken eingehend erläutert. Sollten Sie sich zur Vasektomie entschließen, vereinbaren wir den Termin.

Eingriff

Sie müssen nicht nüchtern erscheinen. Nach intensiver Hautdesinfektion und örtlicher Betäubung wird ein kleiner Hautschnitt von ca. 1 cm gesetzt. Nun wird der Samenleiter isoliert herausgezogen. Nach Abklemmen wird ein ca. 1-3 cm langes Stück des Samenleiters entfernt. Die beiden Enden werden in einem speziellen Verfahren vernäht. Anschließend werden die Samenleiterstümpfe wieder zurückgelegt und die Haut mit einem selbstauflösenden Faden verschlossen. Es folgt nun das gleiche Vorgehen auf der Gegenseite. Abschließend erhalten Sie einen sterilen Verband und können die Praxis verlassen. Eine Nachbeobachtungszeit ist nicht erforderlich. Der Eingriff mit Vor- und Nachbereitung dauert ca. 45 Minuten.

Nachsorge

Am Tag nach dem Eingriff empfehlen wir eine Wundkontrolle in unserer Praxis. Ein Fadenzug ist nicht notwendig, da selbstauflösende Fäden verwendet werden. Eine Arbeitsunfähigkeit besteht nicht zwingend, körperliche Schonung ist von Vorteil.

Nach ca. 6-8 Wochen erfolgt die erste Ejakulatkontrolle. Das heißt, eine Samenprobe wird mikroskopisch auf lebende Samenfäden untersucht. Diese Untersuchung wird nach weiteren 4 Wochen noch einmal wiederholt. In der Regel ist das Ejakulat dann frei von Spermien und die OP damit erfolgreich. Aber es gibt auch Männer bei denen sich die Samenfäden noch längere Zeit in den Samenwegen aufhalten können. Für diese Zeit ist eine Verhütung notwendig.

Fragen

Müssen bestimmte Voraussetzungen zur Vasektomie erfüllt werden?

Die Familienplanung sollte abgeschlossen sein.
Sie sollten sich mit Ihrer Partnerin über den Eingriff einig sein.

Zahlt meine Krankenkasse den Eingriff?

Nein, die Krankenversicherungen übernehmen die Kosten nicht.
Die Kosten errechnen sich nach der Gebührenordnung für Ärzte. Darin sind auch die Nachuntersuchungen enthalten. Weitere Kosten entstehen durch die feingewebliche Untersuchung der Samenfäden durch den Pathologen.

Muss ich mich auf den Eingriff vorbereiten?

Sie müssen nicht nüchtern sein.
Die Schambehaarung wird direkt vor dem Eingriff entfernt.

Wie lange dauert die Vasektomie?

Die reine Eingriffszeit beträgt ca. 20 Minuten je Seite.
Mit Vor- und Nachbereitung müssen Sie ca. 60 Minuten einplanen.
Sie können die Praxis kurz nach dem Eingriff wieder verlassen.

Wo wird der Schnitt gemacht? Werde ich Narben haben?

Der Schnitt erfolgt seitlich am Hodensack und ist ca. 1 cm lang.
Nach einigen Wochen ist die Wunde meist nicht mehr zu sehen.

Führen Sie auch die sog. Non-Scapel-Methode durch?

Auf besonderen Wunsch führen wir diese Methode auch durch. Allerdings sehen wir in dieser Methode keinen wesentlichen Vorteil.

Welche Risiken hat der Eingriff?

Jede Operation hat Komplikationsrisiken.
Durch unsere Routine sind diese äußerst selten.
Nähere Informationen erhalten Sie unten.

Werde ich Schmerzen haben?

Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung durchgeführt, so dass Sie nichts spüren.
Bei Nachlassen der Betäubung nach dem Eingriff ist ein leichtes Ziehen möglich.

Wie muss ich mich zuhause verhalten?

Sie sollten sich körperlich etwas schonen.
Die Wunde kann bei Bedarf etwas gekühlt werden.
Die Arbeitsunfähigkeit wird individuell besprochen. Schonung für einige Tage kann von Vorteil sein.

Welche Nachuntersuchungen sind notwendig?

Am nächsten Tag ist eine Wundkontrolle sinnvoll.
Die Ejakulatuntersuchen erfolgen nach 6-8 Wochen.

Kann die Vasektomie meine Potenz beeinflussen?

Nein, die Vasektomie verändert die Potenz überhaupt nicht.
Das sexuelle Verlangen wird nicht beeinflusst.
Geschlechtsverkehr und Orgasmus bleiben unverändert.
Der Hormonhaushalt wird nicht beeinflusst.

Kann es zu einem Samenstau kommen?

Nein, die Hauptmenge des Ejakulates wird in der Prostata gebildet.
Es kommt zu einem normalen Samenerguss wie zuvor.
Die im Hoden gebildeten Spermien machen nur einen sehr geringen Anteil des Spermas aus und werden vom Körper abgebaut.

Wann kann ich wieder Geschlechtsverkehr haben?

Sobald die Wundheilung abgeschlossen ist.

Kann die Vasektomie rückgängig gemacht werden?

Ja, die Möglichkeit besteht. Der Aufwand ist vergleichsweise hoch. Diese Frage besprechen wir gerne in einem persönlichen Gespräch.
Mögliche Risiken der Vasektomie:
Auch bei aller Sorgfalt sind Komplikationen nicht völlig auszuschließen. Äußerst selten möglich sind:
Blutergüsse nach Blutung oder Nachblutung, Infektionen, Wundheilungsstörungen, Verletzung benachbarter Organe und Strukturen, Nebenhoden- /Hodenentzündungen, Knötchen an den Samensträngen, Sensibilitätsstörungen, Wiederzusammenwachsen der Samenleiter (extrem selten).

Ist die Vasektomie sicher?

Die Erfolgsquote der Vasektomie sehr hoch und eine der sichersten Methoden zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft. Der sogenannte „Pearl Index“ (bezeichnet die Versagerquote einer Verhütungsmethode) beträgt bei der Vasektomie nur 0,1.

 

Wir freuen uns, Sie bald persönlich in unserer Praxis begrüßen zu dürfen.